Mittwoch, 30. November 2011

Und wenn es Morgen wird...

Hallo Leute,

diesmal rede ich wieder von morgen, denn morgen holt mich meine Vergangenheit ein und lässt das Kinderherz in mir aufschlagen. Bud Spencer (a.k.a Carlo Pedersoli) kommt nach Stuttgart, um hier in einer Signierstunde seine Autobiografie zu umwerben. Eigentlich habe ich ein Date mit meiner Verlobten und sie hat nach der Arbeit bestimmt andere Vorstellungen von einem Date, als mit mir vor einem Buchladen Schlange zu stehen. Aber das ist ein besondere Anlass. Immerhin geht es um Bud Spencer, dem Helden unserer Kindheit. Noch während ich hier schreibe fallen mir dutzende Filme ein und alle Szenen enden mit dem berühmten Glockenschlag *BOIIIIIIING*.
Vor nicht allzulanger Zeit habe ich noch ein Intro für einen Cast vorbereitet, der aus Bud Spencer&Terrence Hill - Filmmusik bestand.
"LALALALA-LA LA -- LALALALA-LA LA -- LALALALA-LAA-LALAA - LALALA-LA LA..." 

Ich vermisse diese einfachen Filme von Früher. Helden hatten Humor und Special-Effects mussten nicht so ausgefallen sein, damit der Film gut wird. Heute muss der Film aus Hollywood kommen und der rote FSK-Aufkleber wird auch als Gütesiegel verstanden. Dabei ist das Publikum das Gleiche geblieben.
Wir sind doch immernoch da...

 ... wir die Komödien Liebhaber....

...wir die Schlange-Steher...

wir sind doch immernoch die Gleichen geblieben. Warum also bevorzugen wir Action geladene Blockbuster und Gewalt verherlichende Blutbäder, vor einer leicht verdaulichen Komödie? Ist erwachsen werden gleichbedeutend mit der Neigung zur Gewalt? Wir sind doch alle mit gewaltlosen Zeichentrickfilmen aufgewachsen, wie konnten wir uns dann in diese Richtung entwickeln? 

Ich denke es sind genau diese Zeichentrickfilme, die uns auf diese Bahn gelenkt haben. Wir werden früh erzogen Heldenmut und Kampfgeist zu bewundern. Darum träumen wir davon, selbst mal ein Held zu sein. Helden haben keine Angst vor Gewalt, Helden lieben die Gefahr und Helden bekämpfen das Böse. Doch wer kann zwischen Gut und Böse urteilen? Wir bekämpfen einfach was wir für böse erachten. Unsere Nachbarn, die Verkäuferin, den anderen Autofahrer oder unsere Lehrer ....
Film haben hier eine besonders wichtige Rolle. Sie zeigen uns wie wir zu kämpfen haben, um auf den Moment vorbereitet zu sein. Wer die Gewalt erlebt hat, kennt ihre dunkle Seite und braucht sie nicht auch in Filmen zu erleben. Doch die neue Generation, die völlig frei von Gewalt aufgewachsen ist, sieht nur den Helden und willen genauso werden. 
Ist Bud Spencer,  der Held unserer Kindheit, also mit dafür verantwortlich, dass wir nicht mehr die sind die wir waren? Treffe ich morgen, wenn ich wieder zum Kind werde, den Mann der dafür verantwortlich ist, dass das Kind in mir so leise ist?

Ich weiss es nicht. Ich bin leider kein Philosoph und dieser Blog hat auch nicht den Sinn mich als einen dar zu stellen :D Ich weiss nur das dieser Mann morgen ein Teil meiner Kinheit war und das Kind in mir sich trotz aller Überlegungen wie verrückt darauf freut, von diesem alten Mann ein signiertes Buch in den Händen zu halten. 

Mal sehen, vieleicht bekomm ich noch ein zweites Exemplar für die Weihnachtsverlosung auf JPGames.de zu fassen.... oder ein Drittes, wenn meine Verlobte auch ein signiertes Buch haben will. 

Stehen Frauen eigentlich auch auf die Bud Spencer und Terrence Hill Filme?




Dienstag, 29. November 2011

Überm Berg...

Es ist geschafft. Heute ist der erster Gehalt auf meinem Konto eingegangen.
Natürlich habe ich den gesammten Monat damit verbracht zu planen wie ich ihn am schnellsten und sinnlosesten veräussern kann.
Als erstes habe ich einen Teil meiner Schulden beglichen. Leider sind sie über die Jahre zu hoch geworden, als das man sie mit nur einem Gehalt begleichen könnte, doch der Anfang ist getan.
Als zweites bin ich in den Media Markt gerannt, um mir die Limited Edition von Battlefield 3 zu kaufen.
Für mich ist es ein Pflichtkauf. Nicht weil das Spiel so gut ist, sondern weil ich meinen Besten Freund überredet habe seine XBox zu verkaufen und sich statt dessen eine PS3 mit Battlefield zu holen.
Wenn ich jetzt einen Rückzieher mache bin ich Geschichte.
Der Media Markt zeigte sich von meinen Beweggründen recht unbeeindruckt. "Ausverkauft! ...Aber wenn Sie wollen, kann ich es bestellen lassen." 
Amazon liefert kostenfrei nachhause und so habe ich mir auch gleich den HD Recorder gekauft, den ich seit einiger Zeit im Auge habe.
Das Kind in mir ist wieder erwacht. Die Sorgen des Studiums vergessen, der Stress in der Arbeit nebensächlich, ich habe wieder ein Leben.

Ist es wirklich das Geld das mich glücklich macht? Früher als Kind hatte ich auch nie Geld.
Für meine Spiele habe ich teilweise Monate gespart und an große Anschaffungen war garnicht zu denken. Vieleicht ist es diese Unbeschwertheit, die mich gerade beflügelt. Viele der Probleme, die man während des Studiums bewältigen muss, sind finanzieller Natur. Bin ich einfach nur glücklich das diese Sorgen hinter mir liegen? Mir ist bewusst, dass ich diese Woche noch ein Auto kaufen und mir Gedanken über meine Wohnsituation machen muss, doch trotzdem schaffen es diese Sorgen nicht zu mir durchzudringen. Momentan feiere ich einfach meinen kleinen Etappensieg und fühl mich frei.



Sonntag, 6. November 2011

Phew Pause...

Die erste Woche ist überstanden und ein Ende ist nicht in Sicht. Erst jetzt spüre ich die Anstregungen der vergangenen Woche. Das frühe Aufstehen, die täglichen Überstunden und der Feierabendverkehr haben mich sehr beansprucht und an meinen Kräften gezerrt. Sicher kennt ihr auch viele Menschen die sagen "Zur Schule gehen ist viel besser als zu arbeiten!", vieleicht seid ihr sogar selbst Einer. Auch wenn es z Beginn stressig ist, ich vermisse die Uni bisher nicht und kann es kaum erwarten meinen ersten Gehalt in den Händen zu halten. Leider ist es bis zum Ende des Monats noch etwas hin.
Jetzt steht erstmal das Wochenende vor der Tür. Das Wochenende war für mich schon immer die Kröung der Woche. Als ich noch ein Kleinkind war, hat an Wochenenden Vormittags immer das Kinderprogramm gespielt und Nachmittags konnte ich SuperNintendo spielen oder mit Freunden raus gehen. Als Jugendlicher habe ich nur für das Wochenende gelebt. Montag bis Donnerstag war die Zeit um sich auszuruhen und auf das nächte Wochenende zu warten. Erst am Freitag hat das Leben wirklich begonnen. Ich musste diese Woche feststellen, dass es im Berufsleben auch nicht viel anders ist.
Während der Woche hat man erst spät aus und muss früh ins Bett, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.
Umso schlimmer, wenn das Wochenende bereits verplant ist.
Dieses Samstag ist ein Essen mit Verwandten vorgesehen...

Wünscht mir Glück!

Mittwoch, 2. November 2011

Je mehr Präsentation, desto Kaffee...

Es ist ein Tag wie jeder Andere, doch für mich war dieser mit Präsentationen und Vorträgen gefüllte Tag etwas Besonderes. Es war der lang ersehnte erste Tag.

Wie sieht so ein besondere Tag aus? Bei mir beginnt so ein Tag auf jeden Fall mit einer Dusche.
Nicht das ich Duschen für was Besonderes halte, doch um 6 Uhr morgens weckt mich nur kaltes Wasser und ein warmer Kaffee. Vor allem wenn ich nur wenig Schlaf finden konnte und die Augenlieder sich gegen die aufgehende Sonne wehren, kann das kühle Nass wahre Wunder vollbringen. Bin ich erstmal wach, kann dieser Zustand in der Regel über den Tag hinaus gehalten werden, bis ich mich Abends ins rettende Bett flüchten. Doch Heute ist ein besonderer Tag!
Zwei Präsentationen und die Augen sind wieder zu.
Kaffee ist ein magisches Getränk. Es gehört zu den drei "Coolen Suchten", die der Mensch zu Beginn als unangenehm empfindet, doch aus unerklärlichen Gründen trotzdem zur Gewohnheit werden lässt.
Ich habe es in meiner unendlichen Weissheit geschaft allen Dreien zu verfallen, doch Kaffe hat mir in diesem Fall den Tag gerettet. Nach der dritten Tasse hatte ich das Gefühl einen Marathon laufen zu können und nach der vierten musste ich das auch, um eine Toilette zu finden.

Einige Stunden später ging ich auch zum ersten Mal in den wohl verdienten Feierabend, wobei gehen wirklich schlauer als fahren gewesen wäre. Stuttgart ist für mich die schönste Stadt der Welt. Hier ist die Wiege des Automobils, des ABS und der Zündkerze. Doch um 18 Uhr hasst Stuttgart alle Autofahrer und die Autofahrer hassen Stuttgart dafür zurück. Ich verstehe nicht warum Stuttgarter die einzigen Menschen dieser Welt sind, die nicht verstehen wie ein Reißverschlussverfahren funktioniert.
Sollte man also um 18 Uhr in, um oder um Stuttgart herum mit dem Auto unterwegs sein, sollte man sich irgendeine Nebenbeschäftigung suchen. Eine Zeit lang war es für mich eine weitere der drei "Coolen Sünden". Mittlerweile habe ich Smartphone-Flatrates und meine Liebe zum Mitsingen von Radio-Liedern entdeckt. Es muss für Aussenstehende wirklich bescheuert aussehen, wenn es den Eindruck macht ich würde mit mir selbst reden. Doch ist euch schonmal aufgefallen wie lustig sich manche Menschen beim Autofahren oder Staustehen verhalten?
Da gibt es die Abenteurer, die in ihrer Nase auf Entdeckungstour gehen; die Feinschmecker, die Fingernägel oder in der Nase gefundene Schätze auch noch zu sich nehmen; die Gelehrten, die sich extra für die Rückfahrt eine Zeitung kaufen; die Visagistinnen die sich während der Fahrt schminken, frisieren und die Augenbrauen züpfen; auch verwandt mit den Verkleidungskünstlerinnen, die bei voller Fahrt die komplette Garderobe wechseln und zu guter letzt die schizophrenen Selbstunterhalter, die sich hoffentlich mit einem mobilen Kommunikationsgerät unterhalten.
Jedes Mal wenn mir so einer über den Weg läuft, versüßt es mir das Warten im Feierabendverkehr und Stuttgart wird für einige Sekunden wieder die schönste Stadt der Welt.

Dienstag, 1. November 2011

Aller Anfang ist schwer...

Hallo Leute,

morgen beginnt ein neuer Abschnitt in meinem Leben, ich starte in meinem ersten festen Job.

Ich habe mich während der letzten Jahre auf diesen Tag gefreut und jetzt wo er da ist weiss ich nicht was ich fühlen soll. Sollte ich nervös sein und meine Unterlagen ein drittes Mal kontrollieren? Sollte ich an mir zweifeln und mich fragen ob ich den Aufgaben gewachsen bin? Oder sollte ich nochmal so richtig auf den Putz hauen und den letzten Tag vor der Sklaverei des Alltags genießen?

Ehrlich gesagt fühle ich Nichts dergleichen.
Ich sitze einfach zuhause vor meinem PC, schaue "How I met your mother" und warte das es Morgen wird. Vor einigen Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Ich habe davon geträumt ein Entdecker zu sein, für alles offen zu bleiben und die Welt mit vollen Zügen zu genießen. "open minded" nennt man glaube ich diese Lebensweise, ich habe sie eine Zeit lang gelebt, aber dazu werde ich mich ein anderes Mal auslassen. Dieses Mal will ich auf das Thema des Blogs eingehen und die Sorge die während meiner Unbekümmertheit in mir auf kam.

Bin ich erwachsen geworden?

Ich meine klar bin ich erwachsen, ich bin 28 Jahre alt, Entwicklungsingenieur für Automobilelektronik und seit einiger Zeit glücklich verlobt, doch was ich meine ist... ist das Kind in mir fort? 
Vor nichtmal einem Jahr habe ich noch größere Summen ausgegeben, nur um in der Lage zu sein ein bestimmtes Spiel zu spielen. Heute bestimmen Eigentumswohnungen und Rentenversicherungen mein Konto. Selbst das Auto das ich mir immer erträumt habe muss nicht mehr schnell und sportlich sein, es reicht wenn es sparsam fährt, sicher ist und genug Raum für spätere Kinder bietet. Von den Träumen einer Karriere im Showbiz ganz zu schweigen.

Wo ist das Kind hin, dass auf der Rückfahrt aus dem Seitenfenster eine Sternschnuppe entdeckt und sich Superkräfte wünscht? Ich bin dieses Kind gewesen, doch wo ist dieses Kind verblieben? 
Irgendwo tief in mir muss doch noch ein Teil davon stecken. Ich arbeite unentgeltlich für ein Spielemagazin und strebe weiterhin den Erfolg dieser Seite an. Hab ich früher nicht auch davon geträumt? Spiele für ein Magazin zu testen und zu bewerten? Es muss also tief in mir drinnen doch noch ein Teil des Kindes stecken, das ich mal war. Es treibt mich an die einstigen Träum zu verwirklichen und bemalt den tristen Altag des Erwachsenseins mit seinen Buntstifften.
Auch wenn es tief in mir versteckt ist, will ich dieses Kind nicht verlieren.Ich will dieses Kind in mir finden und etwas von dieser Lebensfreude für mich gewinnen. Denn nichts ist so rein wie die Freude eines Kindes.