Freitag, 30. Dezember 2011

Egoistisches Kind...

Nach dem Feiertag ist vor dem Feiertag und so schreibe ich wieder zwischen Weihnachten und Silvester, um den Gefühlen des Kindes in mir Ausdruck zu verleihen.
Weihnachten ist ein ganz besonderes Fest, vor allem für Kinder. Ich bin zwar sehr religös und glaube sehr fest an Gott, doch gerade diese Tatsache macht mich zu einem sehr strängen Kritiker der kirchlichen Lehren. Vor allem bei der Weihnachtsgeschichte weigert sich mein Verstand das zu akzeptieren. Trotzdem feiern wir alle diesen Feiertag und freuen uns darauf mehr als alles Andere. Vieleicht liegt es an der Botschaft die Weihnachten vermittelt oder an den tollen Geschenken.
Ich persönlich mag Weihnachten einfach weil es mich glücklich macht.

Mein Bild von Weihnachten ist ein großer Tisch an dem die ganze Familie platz nimmt und gemeinsam isst. Doch je größer die Familie wird, desto schwieriger wird es die ganze Familie an den selben Tisch zu bekommen. Dieses Jahr waren wir aus meiner Sicht nicht erfolgreich. Meine Familie war zwar anwesend, doch die meiner Verlobten hat krankheitsbedingt getrennt die Weihnachtstage gefeiert.
Für nächstes Jahr habe ich mir genau das zum Ziel vorgenommen. Noch ist es ziemlich einfach, da unsere kleinen Geschwister nicht daran sind ihre eigene Familien zu gründen. Doch spätestens wenn sie anfangen auch ihre Leute dabei haben zu wollen, wird es entweder viel zu groß oder unvollständig.

Als Erwachsener muss man leider lernen auf einige Dinge zu verzichten. Es werden Kompromisse eingegnangen, um die beste Lösung für alle zu finden. Trotzdem steckt in jedem von uns ein kleiner Egoist der alles kompromisslos für sich haben will. Das ist das Kind in uns, das nicht erwachsen werden will. Wie lange kann ich noch Kind sein?

Freitag, 23. Dezember 2011

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Frage nach Glück...

Hallo so kurz vor Weihnachten.
Ist wieder einige Zeit ins Land gegangen bevor ich einen weitern Beitrag verfasse, doch meine Verlobte hat mich mit ihrer Frage vor einer Woche beinahe zu diesem Post gezwungen.
"Warum willst du eigentlich Kind bleiben...?", fragte sie ganz beiläufig und lies mich den Rest der Woche drüber grübeln.
Warum will ich eigentlich dieses Kind in mir erhalten? Vermisse ich meine Kinderjahre? Ist mir das erwachsen sein schon über den Kopf gestiegen und möchte ich wieder zurück in die warme und geborgene Kindheit? Was treibt mich an diesen Blog zu schreiben?

Ich konnte ihr diese Frage nicht so einfach aus dem Stehgreif beantworten. Die Versuche die ich in der Richtung unternahm waren einfach nur unausgereifte Rechtfertigungen und Schnellschüsse, um bloß nicht den Eindruck zu erwecken das ich mir selber nicht im Klaren bin was ich damit bezwecke.

Angestoßen hat das Ganze Lied, bei dem der Sänger einen Dialog mit seinem jüngeren Ich hielt.
So habe ich mich auch gefragt wie ich meinem jüngeren Ich entgegentreten würde.
Wir haben alle Träume, doch diese Träume ändern sich mit der Zeit. Wie würde ich dem kleinen Jungen entgegentreten, der eine Sternschnuppe sieht und sich Superkräfte wünscht? Bin ich in den Augen dieses Kindes zu dem Erwachsenen geworden der er werden wollte? Ich habe keine Superkräft und ich mache auch keine Videospiele, wäre dieses Kind glücklich mit dem was ich geworden bin? Ich kann mir nicht vorstellen diesem Kind meinen jetztigen Job überhaupt zu erklären.
Wie würde ich dem pubertierendem Jugendlichen entgegentreten, wie dem jungen Erwachsenen?
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht wie ich mich im Lauf der Zeit verändert habe. Viele dieser Veränderungen sind zum Positiven. Einige leider auch zum Negativen. Muss ich irgendwann mal Bilanz ziehen und mich bei meinem jüngeren Ich rechtfertigen?

Die Antwort die ich für mich gefunden habe ist "JA". 

Auch wenn bunte Leggins mit Slip und Umhang mittlerweile aus der Mode sind und viele der Träume sich als weniger erstrebenswert erweisen, sollte man den generellen Wünschen die dahinter stecken treu bleiben. Für das Kind von damals bedeuteten Superkräfte Spaß, Glück und Freude. Auch als Jugendlicher verbindet man das Star-Dasein mit glücklich sein und Lebensfreude. Liegt es da nicht nahe die versteckten Träume hinter den Träumen anzustreben?


Als Erwachsener steht man in der Verpflichtung nach dem eigenen Glück zu streben. Das ist man dem Kind von damals schuldig und darum dreht sich unser ganzes Leben.

Von hieraus wird die Erklärung etwas holprig, dafür aber auch kurz.
Die Welt der Erwachsenen kann sehr hart und ungerecht sein. Manchmal muss man einen Umweg gehen um das Glück zu erreichen, andere Male endet man in einer Sackgasse und muss wieder zurück. Unterwegs vergessen viele was es bedeutet glücklich zu sein und was es war das sie glücklich gemacht hat. Genau an dieser Stelle wird es wichtig noch ein kleines Stückchen Kind in sich zu tragen.

Ich habe keine Angst vor dem erwachsen werden. Doch um erwachsen zu werden brauche ich ein Kind, das mich vor mir selber schützt, mich hinterfragt und mich dazu zwingt mir gegenüber ehrlich zu sein. Auch wenn man durch viele Meinungen und Möglichkeiten verwirrt wird und vom Weg abkommt, hat man einen Kompas im Herzen der Richtung Glück zeigt...


PS:
Nein ich habe NOCH kein neues Auto, aber in zwei Tagen gehen wir den Finalisten beäugeln.
Der Preis wird wohl auch hier das ausschlaggebende Kriterium werden... :(

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Drei Tage wach...

Hallo Leute,

ist wieder eine Woche ins Land gegangen seit meinem frustrierendem Erlebnis beim Hugendubel.
Aber das Leben geht ja weiter und der Kalender kreuzt sich weiter Richtung Weihnachten. Die Arbeit konnte mich sehr gut ablenken und in der Freizeit standen andere große Themen an. Das Higlight der Woche war natürlich der Nikolaustag. Wie jedes Kind, freue auch ich mich sehr über diesen Tag. Doch dieses Jahr habe ich in der anderen Mannschaft mitgespielt und den Erwachsenen in mir entdeckt.

Als frisch gebackener Patenonkel durfte ich die angenehmen Verpflichtungen dieser Rolle kennenlernen. Eigentlich glaube ich seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr an den Weihnachtsmann, doch im Alter erkennt man wie schön diese kleine Lüge doch sein kann. Ich erinnere mich gerne an meinen ersten Taschenrechner und wie ich mit meiner Schwester um 5 Uhr morgens Ariell die Meerjungfrau geschaut habe. Meine Eltern hatten zu der Zeit wenig Geld, dafür haben sie uns umsomehr geliebt. Sie haben uns jedes Jahr aufs neue belogen, wenn es um den Weihnachtsmann oder den Osterhasen ging.
Mittlerweile bin ich soweit dabei zu helfen zwei kleine Kinder durch eine Lüge glücklich zu machen.
Im nachhinein kann ich sagen das es sogar noch glücklicher macht als selbst was zu bekommen. Irgendwann mal werde ich meinen eigenen Kleinen Lügengeschichten über den Weihnachtsmann im Norpol erzählen.
Nach den zwei Kleinen, waren meine zwei Große an der Reihe. Meine Schwester lebt seit letztem Jahr in ihrer Single-Wohnung am anderen Ende von Stuttgart. Sie tut zwar sehr erwachsen, doch eine Schale voller Süßigkeiten hat auch ihr ein kindliches Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Als letztes war die ganz Große an der Reihe. Mein Schwiegervater verschaffte mir Eintritt in die Wohnung und so konnte ich auch da unerkannt die Lüge vorbereiten.
 Um 23 Uhr hatte der falsche Weihnachtsmann alle lieben Kinder belohnt und fuhr mit seinem Fiat Seiscento zurück in den Norden ....von Stuttgart.
Und damit habe ich die perfekte Überleitung vom Erwachsen sein zum Kind in mir.:D
Als Kind freut man sich über kleine Spielzeugautos, worüber freuen sich Erwachsene?
Natürlich große Spielzeugautos.
Ich bin auf Autosuche und mein Kinderherz schlägt gerade Purzelbäume. Am Montag lag die Schmerzgrenze noch bei 14.000€, mittlerweile träume ich von einem 30.000€ teurem PS-Monster.
Leider hat meine Frau auch ein wörtchen mit zu reden und so scheint die Vernunft doch irgendwie wieder zu siegen. Ein BMW 1.20er soll es werden. Da meine Verlobte bereits einen schwarzen besitzt, hätte ich ihn am liebsten in weiß, doch die entgültige Entscheidung steht noch aus.
Wer weiss.... vieleicht gibt es schon nächste Woche das erste Bild von mir in diesem Block, vor meinem neuen Auto.
Jetzt aber erstmal genug. Schönes WE und bis bald.

PS: Ich habe diese Woche kaum geschlafen. So jetzt ist der Titel wieder geistreich. und hat drei Punkte

Donnerstag, 1. Dezember 2011

18Uhr und es ist ....zu?

Heute komme ich etwas bedrückt nachhause.
Der Buchladen wurde von Fans überrannt und so schlossen die Pforten, noch bevor es richtig los ging. Bereits 2 Stunden vor der Signierstunde musste der Laden schließen, um Herr über die Flut der heranstürmenden Fans zu werden. Als es dann soweit war...

Ausgeschlossene Fans vor dem Buchladen
Die Stuttgarter Königsstraße hat den Test nicht bestanden und ist unter den Fan-Massen zusammengebrochen. Passanten die sich an den Fans vorbei drängten, wurden ebenfalls Teil der Masse als sie erfuhren wofür der Aufwandt betrieben wurde.

Und so wurde innerhalb kürzester Zeit...

Fan-Masse kurz vor Ladenschluss :/


Gebracht hat die Warterei leider herzlich wenig.
Um 20 Uhr kam eine Verkäuferin raus und versuchte die Fans los zu werden.
Es wurden weitere Termine für Signierstunden mit Buddy genannt und die einzig offene Tür wurde nur noch als Ausgang genutzt. Enttäuschung machte sich draussen breit. Während immer mehr glückliche Gesichter aus der Tür raus kamen, beobachteten hunderte traurige Gesichter die Tür und suchten durch die Fensterfront vergebens nach ihrem Idol.


Für mich endete der Abend mit einer absoluten Katastrophe. Ich konnte Bud Spencer nichtmal sehene.
Zumindest hatte ich die Gesellschaft meiner Verlobten, wodurch der Abend noch erträglich wurde.
Die Kraft, morgen den gleichen Stress 50 km weiter entfernt nochmal auf mich zu nehmen, habe ich nicht. Mal sehen ob ebay heute mehr Erfolg hatte.....