Hallo so kurz vor Weihnachten.
Ist wieder einige Zeit ins Land gegangen bevor ich einen weitern Beitrag verfasse, doch meine Verlobte hat mich mit ihrer Frage vor einer Woche beinahe zu diesem Post gezwungen.
"Warum willst du eigentlich Kind bleiben...?", fragte sie ganz beiläufig und lies mich den Rest der Woche drüber grübeln.
Warum will ich eigentlich dieses Kind in mir erhalten? Vermisse ich meine Kinderjahre? Ist mir das erwachsen sein schon über den Kopf gestiegen und möchte ich wieder zurück in die warme und geborgene Kindheit? Was treibt mich an diesen Blog zu schreiben?
Ich konnte ihr diese Frage nicht so einfach aus dem Stehgreif beantworten. Die Versuche die ich in der Richtung unternahm waren einfach nur unausgereifte Rechtfertigungen und Schnellschüsse, um bloß nicht den Eindruck zu erwecken das ich mir selber nicht im Klaren bin was ich damit bezwecke.
Angestoßen hat das Ganze Lied, bei dem der Sänger einen Dialog mit seinem jüngeren Ich hielt.
So habe ich mich auch gefragt wie ich meinem jüngeren Ich entgegentreten würde.
Wir haben alle Träume, doch diese Träume ändern sich mit der Zeit. Wie würde ich dem kleinen Jungen entgegentreten, der eine Sternschnuppe sieht und sich Superkräfte wünscht? Bin ich in den Augen dieses Kindes zu dem Erwachsenen geworden der er werden wollte? Ich habe keine Superkräft und ich mache auch keine Videospiele, wäre dieses Kind glücklich mit dem was ich geworden bin? Ich kann mir nicht vorstellen diesem Kind meinen jetztigen Job überhaupt zu erklären.
Wie würde ich dem pubertierendem Jugendlichen entgegentreten, wie dem jungen Erwachsenen?
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht wie ich mich im Lauf der Zeit verändert habe. Viele dieser Veränderungen sind zum Positiven. Einige leider auch zum Negativen. Muss ich irgendwann mal Bilanz ziehen und mich bei meinem jüngeren Ich rechtfertigen?
Die Antwort die ich für mich gefunden habe ist "JA".
Auch wenn bunte Leggins mit Slip und Umhang mittlerweile aus der Mode sind und viele der Träume sich als weniger erstrebenswert erweisen, sollte man den generellen Wünschen die dahinter stecken treu bleiben. Für das Kind von damals bedeuteten Superkräfte Spaß, Glück und Freude. Auch als Jugendlicher verbindet man das Star-Dasein mit glücklich sein und Lebensfreude. Liegt es da nicht nahe die versteckten Träume hinter den Träumen anzustreben?
Als Erwachsener steht man in der Verpflichtung nach dem eigenen Glück zu streben. Das ist man dem Kind von damals schuldig und darum dreht sich unser ganzes Leben.
Von hieraus wird die Erklärung etwas holprig, dafür aber auch kurz.
Die Welt der Erwachsenen kann sehr hart und ungerecht sein. Manchmal muss man einen Umweg gehen um das Glück zu erreichen, andere Male endet man in einer Sackgasse und muss wieder zurück. Unterwegs vergessen viele was es bedeutet glücklich zu sein und was es war das sie glücklich gemacht hat. Genau an dieser Stelle wird es wichtig noch ein kleines Stückchen Kind in sich zu tragen.
Ich habe keine Angst vor dem erwachsen werden. Doch um erwachsen zu werden brauche ich ein Kind, das mich vor mir selber schützt, mich hinterfragt und mich dazu zwingt mir gegenüber ehrlich zu sein. Auch wenn man durch viele Meinungen und Möglichkeiten verwirrt wird und vom Weg abkommt, hat man einen Kompas im Herzen der Richtung Glück zeigt...
PS:
Nein ich habe NOCH kein neues Auto, aber in zwei Tagen gehen wir den Finalisten beäugeln.
Der Preis wird wohl auch hier das ausschlaggebende Kriterium werden... :(
Ist wieder einige Zeit ins Land gegangen bevor ich einen weitern Beitrag verfasse, doch meine Verlobte hat mich mit ihrer Frage vor einer Woche beinahe zu diesem Post gezwungen.
"Warum willst du eigentlich Kind bleiben...?", fragte sie ganz beiläufig und lies mich den Rest der Woche drüber grübeln.
Warum will ich eigentlich dieses Kind in mir erhalten? Vermisse ich meine Kinderjahre? Ist mir das erwachsen sein schon über den Kopf gestiegen und möchte ich wieder zurück in die warme und geborgene Kindheit? Was treibt mich an diesen Blog zu schreiben?
Ich konnte ihr diese Frage nicht so einfach aus dem Stehgreif beantworten. Die Versuche die ich in der Richtung unternahm waren einfach nur unausgereifte Rechtfertigungen und Schnellschüsse, um bloß nicht den Eindruck zu erwecken das ich mir selber nicht im Klaren bin was ich damit bezwecke.
Angestoßen hat das Ganze Lied, bei dem der Sänger einen Dialog mit seinem jüngeren Ich hielt.
So habe ich mich auch gefragt wie ich meinem jüngeren Ich entgegentreten würde.
Wir haben alle Träume, doch diese Träume ändern sich mit der Zeit. Wie würde ich dem kleinen Jungen entgegentreten, der eine Sternschnuppe sieht und sich Superkräfte wünscht? Bin ich in den Augen dieses Kindes zu dem Erwachsenen geworden der er werden wollte? Ich habe keine Superkräft und ich mache auch keine Videospiele, wäre dieses Kind glücklich mit dem was ich geworden bin? Ich kann mir nicht vorstellen diesem Kind meinen jetztigen Job überhaupt zu erklären.
Wie würde ich dem pubertierendem Jugendlichen entgegentreten, wie dem jungen Erwachsenen?
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht wie ich mich im Lauf der Zeit verändert habe. Viele dieser Veränderungen sind zum Positiven. Einige leider auch zum Negativen. Muss ich irgendwann mal Bilanz ziehen und mich bei meinem jüngeren Ich rechtfertigen?
Die Antwort die ich für mich gefunden habe ist "JA".
Auch wenn bunte Leggins mit Slip und Umhang mittlerweile aus der Mode sind und viele der Träume sich als weniger erstrebenswert erweisen, sollte man den generellen Wünschen die dahinter stecken treu bleiben. Für das Kind von damals bedeuteten Superkräfte Spaß, Glück und Freude. Auch als Jugendlicher verbindet man das Star-Dasein mit glücklich sein und Lebensfreude. Liegt es da nicht nahe die versteckten Träume hinter den Träumen anzustreben?
Als Erwachsener steht man in der Verpflichtung nach dem eigenen Glück zu streben. Das ist man dem Kind von damals schuldig und darum dreht sich unser ganzes Leben.
Von hieraus wird die Erklärung etwas holprig, dafür aber auch kurz.
Die Welt der Erwachsenen kann sehr hart und ungerecht sein. Manchmal muss man einen Umweg gehen um das Glück zu erreichen, andere Male endet man in einer Sackgasse und muss wieder zurück. Unterwegs vergessen viele was es bedeutet glücklich zu sein und was es war das sie glücklich gemacht hat. Genau an dieser Stelle wird es wichtig noch ein kleines Stückchen Kind in sich zu tragen.
Ich habe keine Angst vor dem erwachsen werden. Doch um erwachsen zu werden brauche ich ein Kind, das mich vor mir selber schützt, mich hinterfragt und mich dazu zwingt mir gegenüber ehrlich zu sein. Auch wenn man durch viele Meinungen und Möglichkeiten verwirrt wird und vom Weg abkommt, hat man einen Kompas im Herzen der Richtung Glück zeigt...
PS:
Nein ich habe NOCH kein neues Auto, aber in zwei Tagen gehen wir den Finalisten beäugeln.
Der Preis wird wohl auch hier das ausschlaggebende Kriterium werden... :(
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