Freitag, 30. Dezember 2011

Egoistisches Kind...

Nach dem Feiertag ist vor dem Feiertag und so schreibe ich wieder zwischen Weihnachten und Silvester, um den Gefühlen des Kindes in mir Ausdruck zu verleihen.
Weihnachten ist ein ganz besonderes Fest, vor allem für Kinder. Ich bin zwar sehr religös und glaube sehr fest an Gott, doch gerade diese Tatsache macht mich zu einem sehr strängen Kritiker der kirchlichen Lehren. Vor allem bei der Weihnachtsgeschichte weigert sich mein Verstand das zu akzeptieren. Trotzdem feiern wir alle diesen Feiertag und freuen uns darauf mehr als alles Andere. Vieleicht liegt es an der Botschaft die Weihnachten vermittelt oder an den tollen Geschenken.
Ich persönlich mag Weihnachten einfach weil es mich glücklich macht.

Mein Bild von Weihnachten ist ein großer Tisch an dem die ganze Familie platz nimmt und gemeinsam isst. Doch je größer die Familie wird, desto schwieriger wird es die ganze Familie an den selben Tisch zu bekommen. Dieses Jahr waren wir aus meiner Sicht nicht erfolgreich. Meine Familie war zwar anwesend, doch die meiner Verlobten hat krankheitsbedingt getrennt die Weihnachtstage gefeiert.
Für nächstes Jahr habe ich mir genau das zum Ziel vorgenommen. Noch ist es ziemlich einfach, da unsere kleinen Geschwister nicht daran sind ihre eigene Familien zu gründen. Doch spätestens wenn sie anfangen auch ihre Leute dabei haben zu wollen, wird es entweder viel zu groß oder unvollständig.

Als Erwachsener muss man leider lernen auf einige Dinge zu verzichten. Es werden Kompromisse eingegnangen, um die beste Lösung für alle zu finden. Trotzdem steckt in jedem von uns ein kleiner Egoist der alles kompromisslos für sich haben will. Das ist das Kind in uns, das nicht erwachsen werden will. Wie lange kann ich noch Kind sein?

Freitag, 23. Dezember 2011

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Frage nach Glück...

Hallo so kurz vor Weihnachten.
Ist wieder einige Zeit ins Land gegangen bevor ich einen weitern Beitrag verfasse, doch meine Verlobte hat mich mit ihrer Frage vor einer Woche beinahe zu diesem Post gezwungen.
"Warum willst du eigentlich Kind bleiben...?", fragte sie ganz beiläufig und lies mich den Rest der Woche drüber grübeln.
Warum will ich eigentlich dieses Kind in mir erhalten? Vermisse ich meine Kinderjahre? Ist mir das erwachsen sein schon über den Kopf gestiegen und möchte ich wieder zurück in die warme und geborgene Kindheit? Was treibt mich an diesen Blog zu schreiben?

Ich konnte ihr diese Frage nicht so einfach aus dem Stehgreif beantworten. Die Versuche die ich in der Richtung unternahm waren einfach nur unausgereifte Rechtfertigungen und Schnellschüsse, um bloß nicht den Eindruck zu erwecken das ich mir selber nicht im Klaren bin was ich damit bezwecke.

Angestoßen hat das Ganze Lied, bei dem der Sänger einen Dialog mit seinem jüngeren Ich hielt.
So habe ich mich auch gefragt wie ich meinem jüngeren Ich entgegentreten würde.
Wir haben alle Träume, doch diese Träume ändern sich mit der Zeit. Wie würde ich dem kleinen Jungen entgegentreten, der eine Sternschnuppe sieht und sich Superkräfte wünscht? Bin ich in den Augen dieses Kindes zu dem Erwachsenen geworden der er werden wollte? Ich habe keine Superkräft und ich mache auch keine Videospiele, wäre dieses Kind glücklich mit dem was ich geworden bin? Ich kann mir nicht vorstellen diesem Kind meinen jetztigen Job überhaupt zu erklären.
Wie würde ich dem pubertierendem Jugendlichen entgegentreten, wie dem jungen Erwachsenen?
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht wie ich mich im Lauf der Zeit verändert habe. Viele dieser Veränderungen sind zum Positiven. Einige leider auch zum Negativen. Muss ich irgendwann mal Bilanz ziehen und mich bei meinem jüngeren Ich rechtfertigen?

Die Antwort die ich für mich gefunden habe ist "JA". 

Auch wenn bunte Leggins mit Slip und Umhang mittlerweile aus der Mode sind und viele der Träume sich als weniger erstrebenswert erweisen, sollte man den generellen Wünschen die dahinter stecken treu bleiben. Für das Kind von damals bedeuteten Superkräfte Spaß, Glück und Freude. Auch als Jugendlicher verbindet man das Star-Dasein mit glücklich sein und Lebensfreude. Liegt es da nicht nahe die versteckten Träume hinter den Träumen anzustreben?


Als Erwachsener steht man in der Verpflichtung nach dem eigenen Glück zu streben. Das ist man dem Kind von damals schuldig und darum dreht sich unser ganzes Leben.

Von hieraus wird die Erklärung etwas holprig, dafür aber auch kurz.
Die Welt der Erwachsenen kann sehr hart und ungerecht sein. Manchmal muss man einen Umweg gehen um das Glück zu erreichen, andere Male endet man in einer Sackgasse und muss wieder zurück. Unterwegs vergessen viele was es bedeutet glücklich zu sein und was es war das sie glücklich gemacht hat. Genau an dieser Stelle wird es wichtig noch ein kleines Stückchen Kind in sich zu tragen.

Ich habe keine Angst vor dem erwachsen werden. Doch um erwachsen zu werden brauche ich ein Kind, das mich vor mir selber schützt, mich hinterfragt und mich dazu zwingt mir gegenüber ehrlich zu sein. Auch wenn man durch viele Meinungen und Möglichkeiten verwirrt wird und vom Weg abkommt, hat man einen Kompas im Herzen der Richtung Glück zeigt...


PS:
Nein ich habe NOCH kein neues Auto, aber in zwei Tagen gehen wir den Finalisten beäugeln.
Der Preis wird wohl auch hier das ausschlaggebende Kriterium werden... :(

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Drei Tage wach...

Hallo Leute,

ist wieder eine Woche ins Land gegangen seit meinem frustrierendem Erlebnis beim Hugendubel.
Aber das Leben geht ja weiter und der Kalender kreuzt sich weiter Richtung Weihnachten. Die Arbeit konnte mich sehr gut ablenken und in der Freizeit standen andere große Themen an. Das Higlight der Woche war natürlich der Nikolaustag. Wie jedes Kind, freue auch ich mich sehr über diesen Tag. Doch dieses Jahr habe ich in der anderen Mannschaft mitgespielt und den Erwachsenen in mir entdeckt.

Als frisch gebackener Patenonkel durfte ich die angenehmen Verpflichtungen dieser Rolle kennenlernen. Eigentlich glaube ich seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr an den Weihnachtsmann, doch im Alter erkennt man wie schön diese kleine Lüge doch sein kann. Ich erinnere mich gerne an meinen ersten Taschenrechner und wie ich mit meiner Schwester um 5 Uhr morgens Ariell die Meerjungfrau geschaut habe. Meine Eltern hatten zu der Zeit wenig Geld, dafür haben sie uns umsomehr geliebt. Sie haben uns jedes Jahr aufs neue belogen, wenn es um den Weihnachtsmann oder den Osterhasen ging.
Mittlerweile bin ich soweit dabei zu helfen zwei kleine Kinder durch eine Lüge glücklich zu machen.
Im nachhinein kann ich sagen das es sogar noch glücklicher macht als selbst was zu bekommen. Irgendwann mal werde ich meinen eigenen Kleinen Lügengeschichten über den Weihnachtsmann im Norpol erzählen.
Nach den zwei Kleinen, waren meine zwei Große an der Reihe. Meine Schwester lebt seit letztem Jahr in ihrer Single-Wohnung am anderen Ende von Stuttgart. Sie tut zwar sehr erwachsen, doch eine Schale voller Süßigkeiten hat auch ihr ein kindliches Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Als letztes war die ganz Große an der Reihe. Mein Schwiegervater verschaffte mir Eintritt in die Wohnung und so konnte ich auch da unerkannt die Lüge vorbereiten.
 Um 23 Uhr hatte der falsche Weihnachtsmann alle lieben Kinder belohnt und fuhr mit seinem Fiat Seiscento zurück in den Norden ....von Stuttgart.
Und damit habe ich die perfekte Überleitung vom Erwachsen sein zum Kind in mir.:D
Als Kind freut man sich über kleine Spielzeugautos, worüber freuen sich Erwachsene?
Natürlich große Spielzeugautos.
Ich bin auf Autosuche und mein Kinderherz schlägt gerade Purzelbäume. Am Montag lag die Schmerzgrenze noch bei 14.000€, mittlerweile träume ich von einem 30.000€ teurem PS-Monster.
Leider hat meine Frau auch ein wörtchen mit zu reden und so scheint die Vernunft doch irgendwie wieder zu siegen. Ein BMW 1.20er soll es werden. Da meine Verlobte bereits einen schwarzen besitzt, hätte ich ihn am liebsten in weiß, doch die entgültige Entscheidung steht noch aus.
Wer weiss.... vieleicht gibt es schon nächste Woche das erste Bild von mir in diesem Block, vor meinem neuen Auto.
Jetzt aber erstmal genug. Schönes WE und bis bald.

PS: Ich habe diese Woche kaum geschlafen. So jetzt ist der Titel wieder geistreich. und hat drei Punkte

Donnerstag, 1. Dezember 2011

18Uhr und es ist ....zu?

Heute komme ich etwas bedrückt nachhause.
Der Buchladen wurde von Fans überrannt und so schlossen die Pforten, noch bevor es richtig los ging. Bereits 2 Stunden vor der Signierstunde musste der Laden schließen, um Herr über die Flut der heranstürmenden Fans zu werden. Als es dann soweit war...

Ausgeschlossene Fans vor dem Buchladen
Die Stuttgarter Königsstraße hat den Test nicht bestanden und ist unter den Fan-Massen zusammengebrochen. Passanten die sich an den Fans vorbei drängten, wurden ebenfalls Teil der Masse als sie erfuhren wofür der Aufwandt betrieben wurde.

Und so wurde innerhalb kürzester Zeit...

Fan-Masse kurz vor Ladenschluss :/


Gebracht hat die Warterei leider herzlich wenig.
Um 20 Uhr kam eine Verkäuferin raus und versuchte die Fans los zu werden.
Es wurden weitere Termine für Signierstunden mit Buddy genannt und die einzig offene Tür wurde nur noch als Ausgang genutzt. Enttäuschung machte sich draussen breit. Während immer mehr glückliche Gesichter aus der Tür raus kamen, beobachteten hunderte traurige Gesichter die Tür und suchten durch die Fensterfront vergebens nach ihrem Idol.


Für mich endete der Abend mit einer absoluten Katastrophe. Ich konnte Bud Spencer nichtmal sehene.
Zumindest hatte ich die Gesellschaft meiner Verlobten, wodurch der Abend noch erträglich wurde.
Die Kraft, morgen den gleichen Stress 50 km weiter entfernt nochmal auf mich zu nehmen, habe ich nicht. Mal sehen ob ebay heute mehr Erfolg hatte.....

Mittwoch, 30. November 2011

Und wenn es Morgen wird...

Hallo Leute,

diesmal rede ich wieder von morgen, denn morgen holt mich meine Vergangenheit ein und lässt das Kinderherz in mir aufschlagen. Bud Spencer (a.k.a Carlo Pedersoli) kommt nach Stuttgart, um hier in einer Signierstunde seine Autobiografie zu umwerben. Eigentlich habe ich ein Date mit meiner Verlobten und sie hat nach der Arbeit bestimmt andere Vorstellungen von einem Date, als mit mir vor einem Buchladen Schlange zu stehen. Aber das ist ein besondere Anlass. Immerhin geht es um Bud Spencer, dem Helden unserer Kindheit. Noch während ich hier schreibe fallen mir dutzende Filme ein und alle Szenen enden mit dem berühmten Glockenschlag *BOIIIIIIING*.
Vor nicht allzulanger Zeit habe ich noch ein Intro für einen Cast vorbereitet, der aus Bud Spencer&Terrence Hill - Filmmusik bestand.
"LALALALA-LA LA -- LALALALA-LA LA -- LALALALA-LAA-LALAA - LALALA-LA LA..." 

Ich vermisse diese einfachen Filme von Früher. Helden hatten Humor und Special-Effects mussten nicht so ausgefallen sein, damit der Film gut wird. Heute muss der Film aus Hollywood kommen und der rote FSK-Aufkleber wird auch als Gütesiegel verstanden. Dabei ist das Publikum das Gleiche geblieben.
Wir sind doch immernoch da...

 ... wir die Komödien Liebhaber....

...wir die Schlange-Steher...

wir sind doch immernoch die Gleichen geblieben. Warum also bevorzugen wir Action geladene Blockbuster und Gewalt verherlichende Blutbäder, vor einer leicht verdaulichen Komödie? Ist erwachsen werden gleichbedeutend mit der Neigung zur Gewalt? Wir sind doch alle mit gewaltlosen Zeichentrickfilmen aufgewachsen, wie konnten wir uns dann in diese Richtung entwickeln? 

Ich denke es sind genau diese Zeichentrickfilme, die uns auf diese Bahn gelenkt haben. Wir werden früh erzogen Heldenmut und Kampfgeist zu bewundern. Darum träumen wir davon, selbst mal ein Held zu sein. Helden haben keine Angst vor Gewalt, Helden lieben die Gefahr und Helden bekämpfen das Böse. Doch wer kann zwischen Gut und Böse urteilen? Wir bekämpfen einfach was wir für böse erachten. Unsere Nachbarn, die Verkäuferin, den anderen Autofahrer oder unsere Lehrer ....
Film haben hier eine besonders wichtige Rolle. Sie zeigen uns wie wir zu kämpfen haben, um auf den Moment vorbereitet zu sein. Wer die Gewalt erlebt hat, kennt ihre dunkle Seite und braucht sie nicht auch in Filmen zu erleben. Doch die neue Generation, die völlig frei von Gewalt aufgewachsen ist, sieht nur den Helden und willen genauso werden. 
Ist Bud Spencer,  der Held unserer Kindheit, also mit dafür verantwortlich, dass wir nicht mehr die sind die wir waren? Treffe ich morgen, wenn ich wieder zum Kind werde, den Mann der dafür verantwortlich ist, dass das Kind in mir so leise ist?

Ich weiss es nicht. Ich bin leider kein Philosoph und dieser Blog hat auch nicht den Sinn mich als einen dar zu stellen :D Ich weiss nur das dieser Mann morgen ein Teil meiner Kinheit war und das Kind in mir sich trotz aller Überlegungen wie verrückt darauf freut, von diesem alten Mann ein signiertes Buch in den Händen zu halten. 

Mal sehen, vieleicht bekomm ich noch ein zweites Exemplar für die Weihnachtsverlosung auf JPGames.de zu fassen.... oder ein Drittes, wenn meine Verlobte auch ein signiertes Buch haben will. 

Stehen Frauen eigentlich auch auf die Bud Spencer und Terrence Hill Filme?




Dienstag, 29. November 2011

Überm Berg...

Es ist geschafft. Heute ist der erster Gehalt auf meinem Konto eingegangen.
Natürlich habe ich den gesammten Monat damit verbracht zu planen wie ich ihn am schnellsten und sinnlosesten veräussern kann.
Als erstes habe ich einen Teil meiner Schulden beglichen. Leider sind sie über die Jahre zu hoch geworden, als das man sie mit nur einem Gehalt begleichen könnte, doch der Anfang ist getan.
Als zweites bin ich in den Media Markt gerannt, um mir die Limited Edition von Battlefield 3 zu kaufen.
Für mich ist es ein Pflichtkauf. Nicht weil das Spiel so gut ist, sondern weil ich meinen Besten Freund überredet habe seine XBox zu verkaufen und sich statt dessen eine PS3 mit Battlefield zu holen.
Wenn ich jetzt einen Rückzieher mache bin ich Geschichte.
Der Media Markt zeigte sich von meinen Beweggründen recht unbeeindruckt. "Ausverkauft! ...Aber wenn Sie wollen, kann ich es bestellen lassen." 
Amazon liefert kostenfrei nachhause und so habe ich mir auch gleich den HD Recorder gekauft, den ich seit einiger Zeit im Auge habe.
Das Kind in mir ist wieder erwacht. Die Sorgen des Studiums vergessen, der Stress in der Arbeit nebensächlich, ich habe wieder ein Leben.

Ist es wirklich das Geld das mich glücklich macht? Früher als Kind hatte ich auch nie Geld.
Für meine Spiele habe ich teilweise Monate gespart und an große Anschaffungen war garnicht zu denken. Vieleicht ist es diese Unbeschwertheit, die mich gerade beflügelt. Viele der Probleme, die man während des Studiums bewältigen muss, sind finanzieller Natur. Bin ich einfach nur glücklich das diese Sorgen hinter mir liegen? Mir ist bewusst, dass ich diese Woche noch ein Auto kaufen und mir Gedanken über meine Wohnsituation machen muss, doch trotzdem schaffen es diese Sorgen nicht zu mir durchzudringen. Momentan feiere ich einfach meinen kleinen Etappensieg und fühl mich frei.



Sonntag, 6. November 2011

Phew Pause...

Die erste Woche ist überstanden und ein Ende ist nicht in Sicht. Erst jetzt spüre ich die Anstregungen der vergangenen Woche. Das frühe Aufstehen, die täglichen Überstunden und der Feierabendverkehr haben mich sehr beansprucht und an meinen Kräften gezerrt. Sicher kennt ihr auch viele Menschen die sagen "Zur Schule gehen ist viel besser als zu arbeiten!", vieleicht seid ihr sogar selbst Einer. Auch wenn es z Beginn stressig ist, ich vermisse die Uni bisher nicht und kann es kaum erwarten meinen ersten Gehalt in den Händen zu halten. Leider ist es bis zum Ende des Monats noch etwas hin.
Jetzt steht erstmal das Wochenende vor der Tür. Das Wochenende war für mich schon immer die Kröung der Woche. Als ich noch ein Kleinkind war, hat an Wochenenden Vormittags immer das Kinderprogramm gespielt und Nachmittags konnte ich SuperNintendo spielen oder mit Freunden raus gehen. Als Jugendlicher habe ich nur für das Wochenende gelebt. Montag bis Donnerstag war die Zeit um sich auszuruhen und auf das nächte Wochenende zu warten. Erst am Freitag hat das Leben wirklich begonnen. Ich musste diese Woche feststellen, dass es im Berufsleben auch nicht viel anders ist.
Während der Woche hat man erst spät aus und muss früh ins Bett, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.
Umso schlimmer, wenn das Wochenende bereits verplant ist.
Dieses Samstag ist ein Essen mit Verwandten vorgesehen...

Wünscht mir Glück!

Mittwoch, 2. November 2011

Je mehr Präsentation, desto Kaffee...

Es ist ein Tag wie jeder Andere, doch für mich war dieser mit Präsentationen und Vorträgen gefüllte Tag etwas Besonderes. Es war der lang ersehnte erste Tag.

Wie sieht so ein besondere Tag aus? Bei mir beginnt so ein Tag auf jeden Fall mit einer Dusche.
Nicht das ich Duschen für was Besonderes halte, doch um 6 Uhr morgens weckt mich nur kaltes Wasser und ein warmer Kaffee. Vor allem wenn ich nur wenig Schlaf finden konnte und die Augenlieder sich gegen die aufgehende Sonne wehren, kann das kühle Nass wahre Wunder vollbringen. Bin ich erstmal wach, kann dieser Zustand in der Regel über den Tag hinaus gehalten werden, bis ich mich Abends ins rettende Bett flüchten. Doch Heute ist ein besonderer Tag!
Zwei Präsentationen und die Augen sind wieder zu.
Kaffee ist ein magisches Getränk. Es gehört zu den drei "Coolen Suchten", die der Mensch zu Beginn als unangenehm empfindet, doch aus unerklärlichen Gründen trotzdem zur Gewohnheit werden lässt.
Ich habe es in meiner unendlichen Weissheit geschaft allen Dreien zu verfallen, doch Kaffe hat mir in diesem Fall den Tag gerettet. Nach der dritten Tasse hatte ich das Gefühl einen Marathon laufen zu können und nach der vierten musste ich das auch, um eine Toilette zu finden.

Einige Stunden später ging ich auch zum ersten Mal in den wohl verdienten Feierabend, wobei gehen wirklich schlauer als fahren gewesen wäre. Stuttgart ist für mich die schönste Stadt der Welt. Hier ist die Wiege des Automobils, des ABS und der Zündkerze. Doch um 18 Uhr hasst Stuttgart alle Autofahrer und die Autofahrer hassen Stuttgart dafür zurück. Ich verstehe nicht warum Stuttgarter die einzigen Menschen dieser Welt sind, die nicht verstehen wie ein Reißverschlussverfahren funktioniert.
Sollte man also um 18 Uhr in, um oder um Stuttgart herum mit dem Auto unterwegs sein, sollte man sich irgendeine Nebenbeschäftigung suchen. Eine Zeit lang war es für mich eine weitere der drei "Coolen Sünden". Mittlerweile habe ich Smartphone-Flatrates und meine Liebe zum Mitsingen von Radio-Liedern entdeckt. Es muss für Aussenstehende wirklich bescheuert aussehen, wenn es den Eindruck macht ich würde mit mir selbst reden. Doch ist euch schonmal aufgefallen wie lustig sich manche Menschen beim Autofahren oder Staustehen verhalten?
Da gibt es die Abenteurer, die in ihrer Nase auf Entdeckungstour gehen; die Feinschmecker, die Fingernägel oder in der Nase gefundene Schätze auch noch zu sich nehmen; die Gelehrten, die sich extra für die Rückfahrt eine Zeitung kaufen; die Visagistinnen die sich während der Fahrt schminken, frisieren und die Augenbrauen züpfen; auch verwandt mit den Verkleidungskünstlerinnen, die bei voller Fahrt die komplette Garderobe wechseln und zu guter letzt die schizophrenen Selbstunterhalter, die sich hoffentlich mit einem mobilen Kommunikationsgerät unterhalten.
Jedes Mal wenn mir so einer über den Weg läuft, versüßt es mir das Warten im Feierabendverkehr und Stuttgart wird für einige Sekunden wieder die schönste Stadt der Welt.

Dienstag, 1. November 2011

Aller Anfang ist schwer...

Hallo Leute,

morgen beginnt ein neuer Abschnitt in meinem Leben, ich starte in meinem ersten festen Job.

Ich habe mich während der letzten Jahre auf diesen Tag gefreut und jetzt wo er da ist weiss ich nicht was ich fühlen soll. Sollte ich nervös sein und meine Unterlagen ein drittes Mal kontrollieren? Sollte ich an mir zweifeln und mich fragen ob ich den Aufgaben gewachsen bin? Oder sollte ich nochmal so richtig auf den Putz hauen und den letzten Tag vor der Sklaverei des Alltags genießen?

Ehrlich gesagt fühle ich Nichts dergleichen.
Ich sitze einfach zuhause vor meinem PC, schaue "How I met your mother" und warte das es Morgen wird. Vor einigen Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Ich habe davon geträumt ein Entdecker zu sein, für alles offen zu bleiben und die Welt mit vollen Zügen zu genießen. "open minded" nennt man glaube ich diese Lebensweise, ich habe sie eine Zeit lang gelebt, aber dazu werde ich mich ein anderes Mal auslassen. Dieses Mal will ich auf das Thema des Blogs eingehen und die Sorge die während meiner Unbekümmertheit in mir auf kam.

Bin ich erwachsen geworden?

Ich meine klar bin ich erwachsen, ich bin 28 Jahre alt, Entwicklungsingenieur für Automobilelektronik und seit einiger Zeit glücklich verlobt, doch was ich meine ist... ist das Kind in mir fort? 
Vor nichtmal einem Jahr habe ich noch größere Summen ausgegeben, nur um in der Lage zu sein ein bestimmtes Spiel zu spielen. Heute bestimmen Eigentumswohnungen und Rentenversicherungen mein Konto. Selbst das Auto das ich mir immer erträumt habe muss nicht mehr schnell und sportlich sein, es reicht wenn es sparsam fährt, sicher ist und genug Raum für spätere Kinder bietet. Von den Träumen einer Karriere im Showbiz ganz zu schweigen.

Wo ist das Kind hin, dass auf der Rückfahrt aus dem Seitenfenster eine Sternschnuppe entdeckt und sich Superkräfte wünscht? Ich bin dieses Kind gewesen, doch wo ist dieses Kind verblieben? 
Irgendwo tief in mir muss doch noch ein Teil davon stecken. Ich arbeite unentgeltlich für ein Spielemagazin und strebe weiterhin den Erfolg dieser Seite an. Hab ich früher nicht auch davon geträumt? Spiele für ein Magazin zu testen und zu bewerten? Es muss also tief in mir drinnen doch noch ein Teil des Kindes stecken, das ich mal war. Es treibt mich an die einstigen Träum zu verwirklichen und bemalt den tristen Altag des Erwachsenseins mit seinen Buntstifften.
Auch wenn es tief in mir versteckt ist, will ich dieses Kind nicht verlieren.Ich will dieses Kind in mir finden und etwas von dieser Lebensfreude für mich gewinnen. Denn nichts ist so rein wie die Freude eines Kindes.