Donnerstag, 3. September 2015

Das Spiel des Lebens...

Hallo Leute,

mein Blog ist mittlerweile vier Jahr alt geworden und ich habe diesen Anlass noch nicht ausgiebig zelebriert. Yuhuu! ...Und damit ist dieser Punkt abgeschlossen.

So oder so ähnlich fühlt sich mein Leben zur Zeit auch an. Ich sehe vor mir die imaginäre To-Do Liste und arbeite einen Punkt nach dem Anderen ab, um endlich ans große Ziel zu kommen. Ich werde die Welt, das Universum und alle Lebenwesen retten... und beim Abwasch fange ich an.
Im Job hat sich Vieles getan, seit meinem Einstieg ins Berufsleben. Auf mein Projekt folgte ein neues Projekt, folgte ein neuer Kunde, folgte ein neuer Arbeitgeber, wieder neues Projekt, diesmal neue Rolle und so weiter. Auch privat geht es drunter und drüber. Das Auto wurde gekauft, die Wohnung auch, die Frau geheiratet, das Kind ...
Richtig, da war was über ein Kind  :)

Im Eifer des Gefechts hat es sich in eine Ecke verkrochen und spielt dort seelenruhig mit seinen Gedanken und Träumen. In den Vordergrund ist der Altag gerückt, der jeden Tag neue To-Do's auf meine Liste wirft. Langsam spüre ich wie die Liste droht überzulaufen. Ich bin zum reinen Sachbearbeiter meiner Verpflichtungen verkommen und jede Form der Unterhaltung wird als Punkt mit aufgenommen, im Kalender geplant und als Erledigt abgehagt. Die Länge der Liste zerrt an meiner Motivation. Ich fühle mich wie in diesen Rollenspielen, bei denen man unendlich viele - sich wiederholende Aufgaben erfüllen kann und jeder erfolgreich abgeschlossene Auftrag zwei Folgeaufträge freischaltet. Ein Ende der Questreihe ist nicht in Sicht und die Belohnung lässt auf sich warten.
Am schlimsten sind diese Aufgaben die man täglich als Grundlage wiederholen darf.
Die Questreihe Waschtag beginnt mit der Aufgabe Buntwäsche waschen, darauf folgen die Aufträge Trocknen und Büglen und als Belphnung bekommt man frische Anziehsachen für die Mainquests Arbeitstag und Freizeit...  HILFE!!! Wo hat sich das Kind versteckt.

Als ich noch klein war habe ich gerne im Haushalt ausgeholfen. Für mich war es ein Spiel, das seinen Reiz verloren hat als ich anfangen musste mein Zimmer selbst aufzuräumen. Heute erledigt man diese Aufgaben wie in Trance. Meine Gedanken suchen das Kind in mir und während der Körper die Arbeiten verrichtet lasse ich ihn wieder Träumen. Von Reisen, Superkräften, Abenteuern und weiteren Karriereschritten... halt da ist er wieder der Altag. Bedeutet erwachsen werden das sich auch unsere Träume und Wünsche ändern?
Wenn der Altag auch die letzte Bastion des Kindes in mir eingenommen hat, bin ich dann erwachsen?

Ich will für immer Kind bleiben! 


Montag, 2. April 2012

Das Böse Kind...

Hallo wiedermal,
diesmal widme ich meinen Post einer anderen Seite des Kindes in mir.
Der dunklen Seite der Macht :D

Ich hatte wiedermal eine dieser Begegnungen, bei der jeder Aufruf zur Vernunft vergebens war.
Natürlich lernt man beim erwachsen werden unterschiedliche Methoden um solche Konflikte zu vermeiden, doch das Kind in mir hatte ganz andere Vorstellungen von Gerechtigkeit.
Aggressionen bauten sich auf und ich verspürte ein Verlangen diesem Menschen weh zu tun.
Als ich mich selbst beim Gedanken ertappte, wie ich diesem Menschen am effizientesten das Leben erschweren könnte, wurde mir schlagartig etwas bewusst... Kinder sind bösartig und gemein. 
Da sie keinen Anderen Ausweg sehen greifen sie auf primitive Urinstinkte zurück und das Recht bleibt dem Stärkeren vorbehalten.

Bisher hatte ich das Kind in mir als etwas Reines gesehen, das völlig unbelasstet von der Umwelt seinen Träumen nachjagdt und bewahrt werden muss. Doch Kinder können auch anders.
Ich dachte an kleine Babys die lachen, wenn der Papa sich zum Clown macht....  an Kleinkinder die es lustig finden den Papa mit dem Schaumstoffschläger zu verhauen... an die Witze die wir uns als Jugendliche erzählten und nicht zu letzt an die Schadenfreude wenn es anderen schlecht geht.
Vieleicht ist Lachen doch nicht ganz so rein wie ich es mir vorgestellt habe, denn ich konnte mir keine Situation denken in der ich nicht über jemanden lache. Wir lachen darüber wie dumm, ungeschickt, schwach oder einfach nur unglicklich jemand ist und freuen uns darüber das wir überlegen sind.
Selbst bei Selbstironie lachen wir über unser vergangenes Ich und freuen uns dem überlegen zu sein.
Wenn der Mensch bei zunehmendem Alter weniger lacht, ist es weil er keine Freude mehr verspührt, weil er abgestumpft und seine Überlegenheit nicht befriedigt wird oder weil er einsichtig wird und deswegen nicht mehr darüber lachen kann?
Jedenfalls lernen wir im Alter auch den Anderen zu respektieren und so nach zivilisierteren Lösungen zu suchen. Es erfordert Reife der Klügere zu sein.

Dienstag, 31. Januar 2012

Die Klingel zum Pausenende...

Hi,
momentan bin ich in der heißen Phase des Projekts und habe daher recht wenig Zeit. Als Erstes bleiben natürlich die Dinger auf der Strecke die man auch auf morgen verschieben kann. So habe ich nun fast einen Monat lang meinen nächsten Post auf "morgen" verschoben. Ich habe während dieses Monats viel erlebt, positive aber auch negative Erfahrungen gemacht und meine Verlobte hat mich wieder auf ein tolles Thema gebracht.
Ausserdem habe ich mein Monatsziel aus den Jahresvorsätzen erreicht.
Ich wiege mittlerweile 111,0 kg und bin motiviert weiter dran zu arbeiten.
... Da ich den ganzen Monat über nicht gepostet habe hört sich das jetzt bestimmt so an als wäre ich sehr diszipliniert und willensstark. Die Wahrheit ist das ich mich erst vor einer Woche in der Mukkibudde angemeldet habe. Selbst dazu wurde ich von meinem Freund Patrick beihnahe genötigt und er ist es auch der mich immer wieder dazu bewegt meine faule Haut etwas zu bewegen :D

Aber das wars diesmal auch wieder von mir.
Einen ausführlichen Bericht was ich im Januar so erlebt habe und wie es dem Kind in mir geht erhaltet ihr.... morgen ;-)

Mittwoch, 4. Januar 2012

Frohes Letztes...

Hallo ihr Lieben,

ein neues Jahr hat begonnen und damit auch wieder... richtig, die Arbeit.
Am 2. Januar war es bei mir wieder so weit. Noch garnicht richtig wach bin ich am Montag losgezogen und mit 2-3 Stunden Schlaf in die Arbeit getorkelt. Gegen jede Erwartung war die Woche sehr effektiv und ich bin nahe dran mein Soll für die Woche zu erreichen. In beiden Projekten ist die Deadline in Sichtweite und dementsprechend steigt auch der Druck zum Endspurt.
Mit dem neuen Jahr habe ich mir wie es sich gehört auch neue Ziele gesetzt. Zunächst möchte ich mein Leben besser organisieren und schneller Entscheidungen treffen. Ich bin leider jemand der alle Entscheidungen fünf Mal überdenkt und die Entscheidungszeit möglichst bis zur letzten Minute ausnutzt, um sicher zu gehen die richtige Wahl getroffen zu haben. In fachlichen Fragen ist das sicher sehr hilfreich, doch in die Videothek sollte man mich lieber nicht begeleiten :D
Als zweites habe ich mir vorgenommen abzunehmen. Das habe ich mir die letzten Jahre eigentlich immer vorgenommen, doch diesmal muss ich. Nächstes Jahr soll die kirchliche Trauung sein. Bis dahin habe ich Zeit wieder auf eine annehmbare Form zu kommen. Verknüpft mit dem ersten Jahresziel, ergibt das eine Zielsetzung von 2 kg / Monat um nicht wieder LastMinute zu fasten. Momentan wiege ich 114,4 kg, bei 1,80m Größe und 28 Lebensjahren. Das ist etwa 35 kg über meinem Idealgewicht und somit nicht mehr tollerierbar.
Der Grund für meine leidende Figur ist sicherlich die unregelmässige Ernährung, der mangelnde Schlaf und nicht zu vergessen die kaum vorhandenen sportlichen Aktivitäten. Ich werde euch berichten wie es mit diesen Zielen über das Jahr vorran geht, doch jetzt erstmal zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens.
Wir haben das Jahr 2012! Will man den Mayas und dem Ex-Stuttgarter Roland Emmerich Glauben schenken, dann haben wir nur noch wenige Monate bis uns das Ende der Welt überraschend trifft und Kirchenfanatiker uns mit ihren "Ich habs doch gesagt."-Sprüchen nerven. Um euch auf dieses Ende vorzubereiten habe ich mir etwas überlget und mache deswegen hier Schluss.

Freitag, 30. Dezember 2011

Egoistisches Kind...

Nach dem Feiertag ist vor dem Feiertag und so schreibe ich wieder zwischen Weihnachten und Silvester, um den Gefühlen des Kindes in mir Ausdruck zu verleihen.
Weihnachten ist ein ganz besonderes Fest, vor allem für Kinder. Ich bin zwar sehr religös und glaube sehr fest an Gott, doch gerade diese Tatsache macht mich zu einem sehr strängen Kritiker der kirchlichen Lehren. Vor allem bei der Weihnachtsgeschichte weigert sich mein Verstand das zu akzeptieren. Trotzdem feiern wir alle diesen Feiertag und freuen uns darauf mehr als alles Andere. Vieleicht liegt es an der Botschaft die Weihnachten vermittelt oder an den tollen Geschenken.
Ich persönlich mag Weihnachten einfach weil es mich glücklich macht.

Mein Bild von Weihnachten ist ein großer Tisch an dem die ganze Familie platz nimmt und gemeinsam isst. Doch je größer die Familie wird, desto schwieriger wird es die ganze Familie an den selben Tisch zu bekommen. Dieses Jahr waren wir aus meiner Sicht nicht erfolgreich. Meine Familie war zwar anwesend, doch die meiner Verlobten hat krankheitsbedingt getrennt die Weihnachtstage gefeiert.
Für nächstes Jahr habe ich mir genau das zum Ziel vorgenommen. Noch ist es ziemlich einfach, da unsere kleinen Geschwister nicht daran sind ihre eigene Familien zu gründen. Doch spätestens wenn sie anfangen auch ihre Leute dabei haben zu wollen, wird es entweder viel zu groß oder unvollständig.

Als Erwachsener muss man leider lernen auf einige Dinge zu verzichten. Es werden Kompromisse eingegnangen, um die beste Lösung für alle zu finden. Trotzdem steckt in jedem von uns ein kleiner Egoist der alles kompromisslos für sich haben will. Das ist das Kind in uns, das nicht erwachsen werden will. Wie lange kann ich noch Kind sein?

Freitag, 23. Dezember 2011

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Frage nach Glück...

Hallo so kurz vor Weihnachten.
Ist wieder einige Zeit ins Land gegangen bevor ich einen weitern Beitrag verfasse, doch meine Verlobte hat mich mit ihrer Frage vor einer Woche beinahe zu diesem Post gezwungen.
"Warum willst du eigentlich Kind bleiben...?", fragte sie ganz beiläufig und lies mich den Rest der Woche drüber grübeln.
Warum will ich eigentlich dieses Kind in mir erhalten? Vermisse ich meine Kinderjahre? Ist mir das erwachsen sein schon über den Kopf gestiegen und möchte ich wieder zurück in die warme und geborgene Kindheit? Was treibt mich an diesen Blog zu schreiben?

Ich konnte ihr diese Frage nicht so einfach aus dem Stehgreif beantworten. Die Versuche die ich in der Richtung unternahm waren einfach nur unausgereifte Rechtfertigungen und Schnellschüsse, um bloß nicht den Eindruck zu erwecken das ich mir selber nicht im Klaren bin was ich damit bezwecke.

Angestoßen hat das Ganze Lied, bei dem der Sänger einen Dialog mit seinem jüngeren Ich hielt.
So habe ich mich auch gefragt wie ich meinem jüngeren Ich entgegentreten würde.
Wir haben alle Träume, doch diese Träume ändern sich mit der Zeit. Wie würde ich dem kleinen Jungen entgegentreten, der eine Sternschnuppe sieht und sich Superkräfte wünscht? Bin ich in den Augen dieses Kindes zu dem Erwachsenen geworden der er werden wollte? Ich habe keine Superkräft und ich mache auch keine Videospiele, wäre dieses Kind glücklich mit dem was ich geworden bin? Ich kann mir nicht vorstellen diesem Kind meinen jetztigen Job überhaupt zu erklären.
Wie würde ich dem pubertierendem Jugendlichen entgegentreten, wie dem jungen Erwachsenen?
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht wie ich mich im Lauf der Zeit verändert habe. Viele dieser Veränderungen sind zum Positiven. Einige leider auch zum Negativen. Muss ich irgendwann mal Bilanz ziehen und mich bei meinem jüngeren Ich rechtfertigen?

Die Antwort die ich für mich gefunden habe ist "JA". 

Auch wenn bunte Leggins mit Slip und Umhang mittlerweile aus der Mode sind und viele der Träume sich als weniger erstrebenswert erweisen, sollte man den generellen Wünschen die dahinter stecken treu bleiben. Für das Kind von damals bedeuteten Superkräfte Spaß, Glück und Freude. Auch als Jugendlicher verbindet man das Star-Dasein mit glücklich sein und Lebensfreude. Liegt es da nicht nahe die versteckten Träume hinter den Träumen anzustreben?


Als Erwachsener steht man in der Verpflichtung nach dem eigenen Glück zu streben. Das ist man dem Kind von damals schuldig und darum dreht sich unser ganzes Leben.

Von hieraus wird die Erklärung etwas holprig, dafür aber auch kurz.
Die Welt der Erwachsenen kann sehr hart und ungerecht sein. Manchmal muss man einen Umweg gehen um das Glück zu erreichen, andere Male endet man in einer Sackgasse und muss wieder zurück. Unterwegs vergessen viele was es bedeutet glücklich zu sein und was es war das sie glücklich gemacht hat. Genau an dieser Stelle wird es wichtig noch ein kleines Stückchen Kind in sich zu tragen.

Ich habe keine Angst vor dem erwachsen werden. Doch um erwachsen zu werden brauche ich ein Kind, das mich vor mir selber schützt, mich hinterfragt und mich dazu zwingt mir gegenüber ehrlich zu sein. Auch wenn man durch viele Meinungen und Möglichkeiten verwirrt wird und vom Weg abkommt, hat man einen Kompas im Herzen der Richtung Glück zeigt...


PS:
Nein ich habe NOCH kein neues Auto, aber in zwei Tagen gehen wir den Finalisten beäugeln.
Der Preis wird wohl auch hier das ausschlaggebende Kriterium werden... :(